Schrot&Korn, verantwortliche Redaktion

Verantwortlicher Redakteur 2003-2007

Schrot&Korn aus dem Bioverlag Aschaffenburg
ist Deutschlands führendes Naturkost-Magazin mit einer Auflage von über
600.000 verkauften Heften und seit über 20 Jahren am Markt. Die
Leserschaft besteht überwiegend aus Frauen, ist 4 Jahre jünger als der
Bundesdurchschnitt und gebildeter als die Leserschaft des Spiegel.
Topthemen sind Gesunde Ernährung, Naturkosmetik, Biolandbau, sanfte
Medizin, Verbraucher- und Umweltpolitik. Randthemen sind alle Bereiche
des ökologischen und nachhaltigen Konsums von Kleidung bis Mobilität.

Schrot&Korn
ist das Kundenmagazin der Naturkostfachgeschäfte und Bio-Supermärkte
und wird kostenlos an die Leser abgegeben. Die Finanzierung kommt zu
60% aus Anzeigen, 25% aus Vertriebseinnahmen (Einzelhandel bezahlt fürs
Heft) und 15% aus Kleinanzeigen.

Die starke Trennung von
Redaktion und Anzeigengeschäft ist für ein Kundenmagazin vollkommen
unüblich und selbst im Vergleich zu seriösen Nachrichtenmedien
konservativ. Schrot&Korn hat den Anspruch, eine vertrauenswürdige,
journalistisch unabhängige Zeitschrift zu sein. Leserumfragen belegen,
dass dieser Anspruch weitgehend eingelöst wird. Die finanzielle
Unabhängigkeit von Einzelunternehmen ist dafür die notwendige
Voraussetzung.

Mit einem umfangreichen Relaunch Ende 2002
wurde Schrot&Korn optisch stark modernisiert aber auch ein wenig zu
sehr in Richtung Verkaufsförderung und Unterhaltung getrimmt. Mitte
2003 erfolgte eine Korrektur in Richtung der alten Stärken
Sachkompetenz und Alltagsnutzen, 2004 mit dem Einstieg in die
Gentechnik-Debatte und dem Start der Aktion Genfood-Nein Danke!
ein Wiedererstarken des politischen Engagements und Profiles.
Schrot&Korn hat ein starkes Mobilisierungspotential und kann in
einem gewissen Rahmen Themen politisch unterstützen. 2006 erfolgte ein
erneuter optischer Relaunch kleineren Umfanges.

In
Leserumfragen konnte sich Schrot&Korn in nahezu allen Items von
2003-2006 verbessern. Darunter so widersprüchliche Anforderungen wie
"tolerant", "kritisch" und "sympathisch". In dieser Zeit hat
Schrot&Korn die letzten Reste ihres Images als "Szeneblatt"
abgestreift und sich bei einem breiten Publikum etabliert, ohne die
Verwurzelung in der Branche und einem klarem Sach- und Werteengagement
zu verlieren. Mit ihrem breiten und aktuellen Themenkanon ist sie heute
auch für Leser als Zeitschrift interessant, die nicht Bio kaufen.

Die
Auflage von Schrot&Korn stieg von Anfang 2003 bis Ende 2006 von
432.000 auf 608.000 verkaufte Hefte (Verbreitete Auflage nach IVW).